Zum Schwulsein verführt

Babes

Damals befand ich mich mit meinen gerade einmal 21 Jahren bereits in einer regelrechten Lebenskrise. Vor ein paar Monaten war ich bei meinen Eltern ausgezogen, um mit meinem langersehnten Studium in einer rheinischen Großstadt zu beginnen. Die fremde Metropole, die nun zwangsläufig zu meiner neuen Heimat geworden war, befand sich gut zweihundert Kilometer weit von meinem früheren Wohnort entfernt. So war es also praktisch unmöglich für mich gewesen, um auf die Distanz noch viel Kontakt zu meiner Familie und zu meinem alten Freundeskreis zu halten.

Ich hatte zwar anfangs noch versucht die Freundschaften über Facebook oder andere soziale Netzwerke aufrecht zu erhalten. Doch ich musste mir dann bereits nach gut drei Monaten selber eingestehen, dass diese Form der Kommunikation auf Dauer wohl nicht funktionieren würde, um wirklich noch dazu zu gehören. So verlor ich also nach und nach nicht nur meine Freunde und Bekannten, sondern auch bald meine geliebte Freundin Miriam, die sich eine dauerhafte Beziehung auf diese große Entfernung einfach nicht mehr länger vorstellen konnte. Stattdessen hatte sie sich einfach irgendeinen anderen Kerl gesucht, der ganz in ihrer Nähe wohnte. Ich war über diese furchtbare Entwicklung mehr als überrascht gewesen und außerdem zutiefst betrübt. Vor allen Dingen, weil ich ihre Entscheidung einfach nur durch eine kurze SMS mitgeteilt bekommen hatte, ohne überhaupt noch großartig mit ihr darüber sprechen zu können.

Da saß ich also nun – einsam und verlassen in einer viel zu großen Stadt, in der es mir wirklich mehr als schwer fiel, neue Kontakte aufzubauen oder überhaupt irgendjemanden kennenzulernen. Das Studium hatte mir wegen dieser vielen persönlichen Rückschläge bald schon keinen Spaß mehr gemacht. Ich versuchte es aber dennoch irgendwie mit Würgen und Hängen durchzuziehen, um mich auf irgendeine Art und Weise überhaupt noch ablenken zu können. Die Erinnerung an meine Freundin schmerzte wirklich fürchterlich. Ich hatte praktisch niemanden, mit dem ich noch darüber reden konnte oder der mich wenigstens einmal in den Arm nahm, um mir Trost zu spenden.

All das wirkte sich dann mit der Zeit natürlich auch sehr negativ auf meine Leistung aus, so dass ich trotz all meiner Bemühungen mit dem Studium nicht wirklich weiter kam und auch einen Nebenjob nach dem anderen verlor, weil ich mich einfach nicht mehr richtig konzentrieren konnte.

Auf diese Weise hätte ich mir meine Wohnung bald schon nicht mehr leisten können – geschweige denn überhaupt noch ein weiteres Semester an der Uni zu studieren. Es war ein echter Teufelskreis, aus dem es wohl so schnell kein wirkliches Entrinnen mehr zu geben schien. Ich rechnete sogar schon fest damit, dass ich mein Studium bald an den Nagel hängen musste, um dann als gescheiterte Persönlichkeit wieder in mein Elternhaus zurückzukehren. Dann hätte ich zwar wieder in meiner alten Heimatstadt gewohnt, wäre aber ständig meiner Ex-Freundin und deren neuen Kerl über den Weg gelaufen – ein Gedanke, der mir schier unerträglich schien und der sehr qualvoll für mich war.

Das alles und noch so viel mehr ging mir an diesem Abend durch den Kopf, als ich wieder einmal auf dem Weg zurück von einer Vorlesung in meine kleine Wohnung war. Draußen hatte es gerade stark zu regnen angefangen und die Wassertropfen perlten wie Kristalle an der Fensterscheibe von der Straßenbahn herab. Ich saß dort in Gedanken versunken und beobachtete das Spiel von diesen Regentropfen, die dort im Fahrtwind der Straßenbahn zu tanzen anfingen. Zwangsläufig musste ich mir vorstellen, dass es Tränen waren, von denen ich in letzter Zeit nur allzu viele vergossen hatte. Und wie gerne wäre ich in diesem Augenblick eben einer dieser Wassertropfen gewesen, die dort fröhlich miteinander spielten, um dann im nächsten Moment auf Nimmerwiedersehen in die Dunkelheit zu stürzen und dort zu verschwinden. Dafür beneidete ich die Regentropfen geradezu.

Und wahrscheinlich war ich davon viel zu abgelenkt gewesen, so dass ich zunächst gar nicht den Mann bemerkt hatte, der dort nun schräg gegenüber von mir auf dem 4er-Platz der Straßenbahn saß.

Erst als die Bahn dann wieder einmal scheinbar grundlos auf freier Strecke stehen blieb, um wahrscheinlich auf eine andere vorüber fahrende Bahn zu warten, da wandte ich den Blick wieder vom Fenster ab und schaute eher beiläufig auf meinen neuen Sitznachbarn schräg gegenüber. Der war sehr viel älter als ich und schien wohl etwa sechzig oder siebzig Jahre alt gewesen zu sein.

Seine Haare waren auffällig kurz geschnitten und bereits vollkommen ergraut. Auf seinem Schädel zeichnete sich eine sehr ausgeprägte Halbglatze ab, was wohl auch der Grund für die besonders kurz geschnittenen Haare war. Sein Gesicht sah sehr markant aus und er trug einen zurecht gestutzten Drei-Tage-Bart, der nicht viel kürzer als sein Haupthaar war und ebenso stark ergraut. Auf seiner Nasenspitze saß eine kleine Lesebrille, über die er mit seinen braunen Augen hinweg schaute und somit einen strengen Eindruck auf mich machte.

Alles in allem war dieser Mann trotz seines hohen Alters eine recht eindrucksvolle Erscheinung und erinnerte mich rein optisch sehr an meinen alten Mathe-Lehrer, der auch immer ein giresun escort bisschen streng gewesen war und ebenso viel Respekt auf mich ausgestrahlt hatte. Ich kam nicht umhin zu bemerken, dass dieser Mann mich ebenfalls über den Rand von seiner Brille anschaute und wohl zu mustern schien – genauso, wie es auch mein alter Mathe-Lehrer immer getan hatte. Doch als sich unsere Blicke dann schließlich trafen, da lächelte er ganz plötzlich.

Ich weiß auch heute noch ganz genau, wie erleichtert ich über dieses kleine, unscheinbare Lächeln gewesen war. So etwas hätte ich mir damals auch einmal von meinem allzu strengen Mathe-Lehrer gewünscht, weil ich den nur eher schlecht gelaunt und mürrisch in Erinnerung behalten hatte. Doch dieser völlig Fremde lächelte mich tatsächlich an, was an diesem Tag, bei diesem schlechten Wetter und angesichts meiner angespannten Situation fast wie ein kleiner Lichtblick für mich war. Ich konnte gar nicht anders, als dieses kleine Lächeln schließlich mit einem leichten Schmunzeln zu erwidern, wandte meinen Blick dann aber doch eher ein bisschen schüchtern wieder zu der Fensterscheibe zurück. Den Kontakt mit völlig fremden Menschen war ich nicht gewohnt – schon gar nicht mit einem deutlich älteren Mann, der solch einen Respekt auf mich ausübte.

Die Straßenbahn war in der Zwischenzeit schon wieder angefahren und erneut blickte ich aus dem Fenster nach draußen. Statt der tanzenden Regentropfen beobachtete ich nun aber das Spiegelbild des Mannes, der seine Augen scheinbar noch immer nicht von mir abgewendet hatte und mich von Kopf bis Fuß zu mustern schien. Ich hatte seine eindringliche Blicke sogar praktisch überall an meinem Körper spüren können, wusste sie aber in diesem Augenblick nicht richtig einzuschätzen. Es war nicht unangenehm für mich gewesen, ich fühlte mich aber plötzlich wieder in die Zeit als Schüler während einer Mathe-Prüfung zurückversetzt, bei der ich genauso argwöhnisch unter Kontrolle stand und beobachtet wurde wie jetzt. Und das war eine sehr zwiespältige Erfahrung.

Die Straßenbahn kam erneut zum Stehen und ich seufzte innerlich. Wie gerne wäre ich bei diesem dunklen, regnerischen Wetter schon zuhause gewesen, hätte mich geduscht und danach einfach nur ins Bett gelegt – am liebsten natürlich nicht alleine, sondern mit irgendjemandem zusammen. Auch mein unbekanntes Gegenüber seufzte nun ganz leise. Er schaute wieder zu mir auf und sprach mich dann sogar ganz plötzlich an: „Ist das denn nicht wirklich ein Jammer mit den Straßenbahnen heutzutage?”, meinte er. „Entweder kommen sie zu spät oder gar nicht. Und wenn sie dann einmal kommen, dann ist man Ewigkeiten damit unterwegs. Einfach schrecklich oder nicht?”

Er schüttelte dabei verständnislos mit seinem Kopf und lächelte mich danach erneut sehr freundlich mit einem Blick über die Brille an. Das war ein angenehmes, warmes Lächeln gewesen, das ich in Anbetracht meiner damaligen Situation nur allzu gut gebrauchen konnte. Dieser Mann war mir tatsächlich völlig fremd gewesen und wir hatten uns noch nie zuvor gesehen – aber dennoch schien ich ihm wohl auf irgendeine Art und Weise sympathisch zu sein. Ich wunderte mich sehr darüber und konnte seine Sympathie in diesem Augenblick nicht richtig einschätzen. Trotzdem freute ich mich aber sehr darüber und empfand die kleine Unterhaltung in dem Moment als äußerst angenehm.

„Das stimmt.”, entgegnete ich ihm nach einem kurzen Zögern nur eher schüchtern und so leise, dass man mich kaum verstehen konnte. „Aber zum Glück muss ich ja auch nicht so weit fahren.”

Wir begannen uns nun weiter sehr angeregt zu unterhalten. Er wollte wissen, wohin ich fahren würde und woher ich kam. Als er dann hörte, dass ich Student war, da erkundigte er sich auch gleich nach meinem Studiengang und meinem Alter. Er war sehr nett und freundlich, alles in allem fühlte ich mich aber dennoch wieder wie ein Schüler, der von seinem Lehrer ausgefragt wurde. Doch das empfand ich keineswegs als störend oder unangenehm, denn schließlich interessierte sich ja endlich wieder einmal jemand für mich und mein Befinden – und danach hatte ich mich doch schon seit so langer Zeit gesehnt und blühte förmlich immer weiter dabei auf.

Es stellte sich heraus, dass dieser Mann wohl früher selbst einmal Lehrer für Verfahrenstechnik gewesen war, was meinem angestrebten Ziel als Maschinenbau-Ingenieur zumindest ansatzweise nahe kam. Auf jeden Fall konnten wir uns über die eine oder andere Gemeinsamkeit sehr angeregt miteinander unterhalten, was mir sehr sympathisch war. Ich erfuhr auch, dass er Wolfgang hieß, 68 Jahre alt war und sich schon seit einiger Zeit im Ruhestand befand. „Daran ist die Pumpe schuld.”, deutete er dabei auf sein Herz. „Fang besser niemals mit dem Rauchen an, mein Lieber.”

Ich stimmte ihm zu – auch wenn ich mich tatsächlich körperlich schon immer sehr bewusst ernährt hatte, viel Sport trieb und niemals mit dem Rauchen angefangen hatte. Schon während meiner Schulzeit war ich Mitglied in der Schwimmmannschaft gewesen. Nicht unbedingt der Beste, aber immerhin doch gut genug, so dass mein Trainer mir damals nahegelegt hatte, dass ich mich am ganzen Körper vollständig rasieren sollte, um damit gümüşhane escort den Widerstand im Wasser zu minimieren. Eine Angewohnheit, die ich auch noch nach meiner aktiven Zeit als Schwimmer gerne beibehalten hatte, weil mir das körperliche Gefühl der glattrasierten Haut so gut gefiel.

Bei genauerem Hinsehen musste ich jedoch zugeben, dass Wolfgang trotz seines hohen Alters und seines angeschlagenen Gesundheitszustandes nicht gerade schlecht aussah. Seine Stimme klang ein bisschen rau und heiser, aber dennoch sehr stark und selbstbewusst. Sein Gesicht war an den Wangenknochen etwas eingefallen, aber seine großen, starken Hände wirkten so, als ob er damit gut und gerne zupacken würde.

Wolfgang war eben ein richtiger Kerl gewesen – ein echter Mann und eine recht imposante Persönlichkeit. Ich hingegen wirkte fast wie ein kleiner Schuljunge im Gegensatz zu ihm. Zwar hatte ich auch Muskeln, war sehr sportlich und athletisch gebaut, doch durch mein jugendliches Gesicht und meine makellose, reine Haut sah ich viel eher wie ein Mädchen aus. Wolfgang schien jedoch ein völlig anderes Bild von mir zu haben und bezeichnete mich im Laufe des Gesprächs mehrmals als ´jungen, strammen Burschen´ oder auch als ´gut aussehenden, jungen Mann, dem die Mädchen wahrscheinlich scharenweise hinterher liefen.´

Darüber musste ich ein bisschen schmunzeln, weil ich tatsächlich nicht gerade schlecht auf Mädchen meines Alters wirkte. Aber schließlich wollte ich die ja nicht alle haben, sondern einfach nur meine Ex-Freundin Miriam zurückbekommen, wovon ich ihm in diesem Augenblick natürlich nichts erzählte. Und tatsächlich hatte ich sie im Laufe unseres Gesprächs sogar das eine oder andere Mal vergessen, was in der letzten Zeit nur eher selten vorgekommen war. Schließlich drehte sich für mich doch fast alles nur um unsere gescheiterte Beziehung. Dieser Wolfgang konnte Miriam aber wenigstens einen Augenblick lang für mich vergessen machen. Das empfand ich als sehr erleichternd und als angenehm – und dafür bedankte mich sogar innerlich bei ihm.

Und überhaupt war ich ihm dafür dankbar, dass er mich an solch einem verregneten Tag bei diesem Wetter angesprochen hatte, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Ich fragte mich zwar auch noch immer nach dem eigentlichen Grund für das Gespräch, doch den sollte ich schon bald danach herausfinden. Denn schließlich sagte dieser Wolfgang dann zu mir:

„Ich mache Dir einen Vorschlag. An der nächsten Haltestelle steige ich aus. Ich wohne nicht weit von dort entfernt. Und dann nehme ich Dich einfach mit zu mir nach Hause und zeige Dir ein paar von meinen Aufzeichnungen über Maschinentechnik. Was hältst Du denn davon?”

So langsam dämmerte mir nun, worauf die ganze Sache wohl hinauslaufen sollte! Wolfgang war ganz offensichtlich schwul und wollte wohl doch mehr von mir, als bloß ´eine kleine Unterhaltung´!

Das erschreckte mich zwar einerseits, weil es mir urplötzlich wie Schuppen von den Augen fiel und ich bis dahin nie damit gerechnet hatte. Tatsächlich hätte ich mich selber nie als schwul bezeichnet und mir bislang auch noch niemals irgendwelche ernsthaften Gedanken darüber gemacht, geschweige denn Erfahrungen damit gesammelt. Nun bestand aber offensichtlich die einmalige Gelegenheit, um ein paar Erlebnisse auf dem Gebiet der homoerotischen Liebe zu machen!

Und angesichts meiner damaligen Lebenskrise erwachte da tatsächlich auch ein Funken Neugierde in mir! Wie würde sich so etwas wohl anfühlen? Würde es mich all meine anderen Sorgen vergessen lassen? Und würde es mir am Ende vielleicht sogar noch Spaß machen? So viele Gedanken schossen mir nun plötzlich durch den Kopf und ich spürte, dass ich immer aufgeregter wurde.

War ich denn tatsächlich dazu bereit, fragte ich mich innerlich. Und dann auch noch mit einem völlig Fremden, der außerdem so viel älter war als ich? Aber andererseits machte ja auch gerade dieser Umstand den ganz besonderen Reiz an dieser Sache für mich aus! Wolfgang hatte so viel mehr Lebenserfahrung als ich und würde mir wohl einiges auf dem Gebiet der homosexuellen Liebe beibringen können – sogar sehr viel mehr, als es wohl irgendjemand anderes in meinem Alter jemals gekonnt hätte.

Ich fragte mich also immer wieder: ´Warum nicht?!´. Was hatte ich denn schon zu verlieren? Außer vielleicht noch meinem letzten Rest von Selbstachtung, der in diesen Tagen ohnehin schon längst an einem Tiefpunkt angekommen war.

´Warum nicht?´ – wer würde schon davon erfahren, außer ihm und mir natürlich? Wem würde ich Rechenschaft dafür geben müssen? Und was war schon dabei? Ich musste zwangsläufig an meine Ex-Freundin zurückdenken, die mich einfach für irgendeinen anderen Kerl verlassen hatte, an meine verlorenen Freundschaften und an meine ausweglose Lage. Warum also nicht?!

Und noch bevor ich weiter über seine eigentliche Frage nachdenken konnte, da platzte es auf einmal auch schon laut aus mir heraus: „Warum nicht?!”, antwortete ich ihm entschieden und war eigentlich selbst ein bisschen überrascht darüber, wie schnell und einfach mir diese Worte über die Lippen gekommen waren. Ich versuchte mir noch ein letztes Mal über die Konsequenzen bewusst zu hakkari escort werden – doch da war es ja nun einmal gesagt und konnte auch nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Ich würde also nun mit einem völlig fremden Mann zu ihm nach Hause gehen, um dort wahrscheinlich Sex mit ihm zu haben! Und das, obwohl der Kerl doch so viel älter war als ich und mich an meinen früheren Mathe-Lehrer erinnerte. Doch je mehr ich nun darüber nachdachte, desto aufgeregter wurde ich! Ich versuchte mir von meiner Anspannung nichts anmerken zu lassen, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass mein Schwanz nun langsam in der Hose anschwoll, ohne dass bisher überhaupt etwas geschehen war. Eine vollkommen zugespitzte Situation!

„Na, großartig.”, freute sich Wolfgang über meine Antwort und lächelte dabei geheimnisvoll. Auch ich hatte mir ein leichtes Schmunzeln kaum verkneifen können, versuchte mir aber davon nicht das geringste anmerken zu lassen. Schließlich hatte ich ja bisher auch nichts anderem zugestimmt, als mit ihm zu kommen und mir ein paar Unterlagen zeigen zu lassen – doch wir wussten wohl schon beide ganz genau, dass ich schon bald noch sehr viel mehr zustimmen würde.

Die nächsten paar Minuten wechselten wir dann kaum mehr Worte miteinander. Es kam mir fast wie eine halbe Ewigkeit vor. Ich schaute einfach wieder aus dem Fenster in die Dunkelheit nach draußen und fragte mich, worauf ich mich denn da nun eingelassen hatte! War ich vielleicht etwa doch zu schnell auf dieses Angebot eingegangen? Und wollte ich das denn überhaupt? Wolfgang blickte abwechselnd zu mir und auf die Anzeige der Haltestelle in der Straßenbahn nach oben, bis er dann schließlich einfach aufstand und nur sagte: „Na, komm schon! Wir sind gleich da!”

Das war viel eher ein Befehl, als eine freundliche Aufforderung gewesen – aber gerade diese dominante, strenge Art machte mich unglaublich an! Also folgte ich ihm fast ergeben, stand von meinem Sitzplatz auf ging ihm durch die leere Straßenbahn bis zur nächsten Tür hinterher.

Wortlos gingen wir ein paar hundert Meter durch den Regen bis zu seiner Wohnung. Er hatte Recht gehabt und wohnte nicht sehr weit von der S-Bahnhaltestelle entfernt – in einem kleinen, spärlich eingerichteten Zwei-Zimmerappartement im dritten Stockwerk eines altmodischen Mehrfamilienhauses, das wohl noch aus der letzten Jahrhundertwende zu stammen schien.

Diese Gegend war nicht besonders einladend gewesen und auch die Wohnung hatte sicherlich schon einmal bessere Tage gesehen – doch das beachtete ich in diesem Augenblick auch gar nicht. Stattdessen starrte ich nur vom Flur aus durch die Tür ins Schlafzimmer und fragte mich beim Anblick dieses ungemachten Doppelbetts, ob ich wohl dort an diesem Abend ein für allemal meine ´männliche Unschuld´ verlieren würde. Wie weit wollte dieser Fremde mit mir gehen, fragte ich mich noch. Und würde das etwa wehtun? Würde sich mein Leben dadurch grundlegend verändern oder würde etwa alles bleiben wie zuvor?

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts darüber. Doch ich war längst bereit dafür, um diesen Schritt zu gehen und es endlich einmal auszuprobieren. Verlieren konnte ich ja schließlich nichts – nur gewinnen! Auch wenn es am Ende vielleicht nur ein paar neue Erfahrungen waren.

Wolfgang schloss die Wohnungstür hinter mir ab und führte mich ins Wohnzimmer. Dort standen unzählige Bücher und alte Videokassetten in den Regalen. Er schien wohl tatsächlich ein sehr belesener und intellektueller Mann zu sein, dachte ich mir noch beeindruckt. Ich zog die nasse Jacke aus und Wolfgang hing sie draußen auf dem Wohnungsflur an der Garderobe auf. Anschließend ging er in die Küche, um uns dort etwas Trinkbares zu holen. Voller Neugier, aber auch ein bisschen aufgeregt und ängstlich, nahm ich auf der abgewetzten Couch im Wohnzimmer Platz.

Ich schaute auf die Titel von den Videokassetten und hatte dann ein bisschen stutzen müssen – Schwulen-Pornos waren das, mit ganz merkwürdigen Covern, auf denen sich junge Männer von meist sehr viel älteren Kerlen ficken ließen oder vor ihnen auf dem Boden knieten, um ihnen einen zu blasen. Nun war es also kein Geheimnis mehr, was dieser Wolfgang in Wirklichkeit von mir wollte – nämlich Sex! Meine Gefühle schwankten nun immer wieder zwischen Angst und Neugier hin und her. Einerseits war ich gespannt darauf, wie wohl mein erstes Mal mit einem Mann sein würde, andererseits war ich aber auch sehr aufgeregt und wusste gar nicht, ob ich denn wirklich schon bereit dafür war. War ich tatsächlich schwul oder wollte ich nur irgendetwas Neues erleben?

Meine Ängste legten sich jedoch wieder ein bisschen, als Wolfgang mit zwei Flaschen Bier ins Wohnzimmer zurückkam und mich dabei lächelnd anschaute. Es war wieder genau das freundliche und warme Lächeln gewesen, was mich so neugierig auf ihn gemacht hatte. Er reichte mir eine Flasche Bier herüber und nahm dann direkt neben mir auf dem Sofa Platz, um gemeinsam auf unsere neue ´Freundschaft´ anzustoßen, wie er es bezeichnete. Beinahe war ich sogar schon fast ein bisschen enttäuscht darüber, dass er es so langsam angehen ließ. Wie sehr hätte ich mir in diesem Augenblick gewünscht, dass er mich einfach auf das ungemachte Bett im Schlafzimmer geschmissen hätte, um über mich herzufallen! Auf diese Weise hätte ich zumindest jegliche Verantwortung zurückweisen können und mich als Opfer bezeichnet – nun war ich also weiterhin nur ein stiller Teilnehmer an diesem Ereignis, dessen weiterer Verlauf und dessen Ende mir noch immer unbekannt waren.

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